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„Auf den Spuren alter Volkskultur aus dem Raum Egg“


  • Hoher Besuch anlässlich der Filmpräsentation „Auf den Spuren alter Volkskultur...“ v.l.n.r. Prof. Franz Mörtl, DDr. Peter Wiesflecker, Bgm. Siegfried Ronacher (Vorsitzender LEADER-Region Hermagor), Landeshauptmann Dr. Peter Kaiser, Ing. Klaus Krieber, GR. LAbg. Luca Burgstaller (Foto: Hans Jost)
    Hoher Besuch anlässlich der Filmpräsentation „Auf den Spuren alter Volkskultur...“ v.l.n.r. Prof. Franz Mörtl, DDr. Peter Wiesflecker, Bgm. Siegfried Ronacher (Vorsitzender LEADER-Region Hermagor), Landeshauptmann Dr. Peter Kaiser, Ing. Klaus Krieber, GR. LAbg. Luca Burgstaller (Foto: Hans Jost)

Warum war „projEGGt“ so eine Erfolgsgeschichte? 

Der perfekte Gesang des Laienchores? Nein, wie Chorleiter Prof. Franz Mörtl ausführte, war die richtige Intonation oft ein Problem, da zwei Drittel der Teilnehmer keine chorsängerische Erfahrung hatten. Ausserdem  gibt es im Sängergau Gailtal viele qualitativ hochwertige Gesangsgruppen.

War es die aufwändige Vorbereitung und Inszenierung aller Konzerte und Veranstaltungen? Nein, in unserer heutigen reizüberfluteten Eventkultur ist es sehr schwer herauszustechen, da "alles" schon einmal da gewesen ist.

Waren es die historischen und hintergründigen Beiträge von DDr. Peter Wiesflecker und  Mag. Hans Mosser? Nein, denn mit diesem Thema alleine kann man sicher nicht so viele Menschen bewegen. Was war es dann?

Ich habe auch keine genaue Erklärung dafür, warum dieses projEGGt all die Jahre von so einem berührendem Geist und sensiblen Enthusiasmus begleitet war. Engagement und Solidarität von allen 130 Sängern und Sängerinnen, die über den chorischen Einsatz hinaus auch noch organisatorische Großleistungen in unzähligen Arbeitsstunden vollbracht haben, Sentimentalität und Euphorie der fast 4.000 Zuhörer, die die Konzerte und Veranstaltungen besucht haben, sind einfach Tatsachen, die vielleicht gar keiner Erklärung bedürfen.

"Wir sind windisch" kann es auch nicht gewesen sein, da nur mehr wenige die Sprache sprechen  und auch die Texte  verstehen. Ausserdem war politische Gesinnung und Volksgruppenzugehörigkeit nie ein Thema dieses projEGGtes. Der unbelastete Umgang mit der Zweisprachigkeit wurde hier gelebt und "vor den Vorhang geholt", wie dies auch Dr. Borut Marjan Sturm in seinen Worten betonte. Wenn Landeshauptmann Dr. Peter Kaiser den Wert der Erhaltung der alten Volkskultur hervorhebt, so bestärkt dies nur sehr eindrücklich wie wichtig diese Arbeit in Hinblick auf das Aussterben der alten Lieder und Volkskultur war. Keinesfalls wollte dieses projEGGt die alleinige Instutition darstellen, die sich um  diese alte Volkskultur kümmert, sondern es wurde versucht gemeinsam mit Kulturträgern aus dem Raum Egg ein Ausrufezeichen zu setzen.

Ich persönlich sehe mit großer Zufriedenheit, Freude und Genugtuung auf die vergangenen Jahre zurück. Mit meinen Freunden Franz Mörtl, Peter Wiesflecker, Hans Mosser und allen projEGGt-ChorsängerInnen konnten wir einen kleinen Teil unserer Wurzeln für die Nachwelt sichern.
Der Stadtgemeinde Hermagor-Pressegger See gilt mein besonderer Dank für die Unterstützung über all die Jahre und erst durch die Förderung der LEADER-region Hermagor (Vorsitzender Bürgermeister Siegfried Ronacher) konnte der abschließende Dokumentarfilm „Auf den Spuren alter Volkskultur aus dem Raum Egg“ erstellt und präsentiert werden.
Vielen Dank, hvala lepa - Klaus Krieber