"Kaleda"-singen
"Kaleda" - der Begriff kommt aus dem Lateinischen "kalendare" und benennt den Jahreswechsel.
Am Vorabend zum „Dreikönigstag“, dem 5. Jänner gehen die Männer des Dorfes von Haus zu Haus und singen als Neujahrsglückwunsch das slowenische Lied „Mi žalimo...“.Dieses Brauchtum wird noch an 4 Stellen im Gemeindegebiet gepflegt...
Begleitet werden sie von drei, als Könige verkleideten Burschen, die als typisches Merkmal hohe, innen mit einer Kerze beleuchtete Kronen auf dem Kopf tragen. Um Einlass im Haus bittet die Sternträgerin (auch ein verkleideter Bursche) mit ihrem ebenfalls beleuchteten Stern, der an einer bestimmten Stelle des Liedes gedreht werden muss und so die Wanderung der Könige nach dem Stern von Betlehem symbolisiert. Danach werden die Kaledasänger von den Hausbewohnern auf eine Kleinigkeit eingeladen und erhalten in ihren „Šakl“ (ein Jutesack) ein Spende.
Dieser uralte Brauch wird in unserer Gemeinde noch in 4 Dörfern alljährlich gepflegt und in jedem Ort erklingt die „Kaleda“ etwas anders:


Mellweg, Kreuth – seit über 30 Jahren halten hier die Männer diesen schönen Brauch aufrecht
Latschach, Nampolach – nachdem diese Tradition knapp 30 Jahre stillgelegt war, findet heuer bereits zum 9. Mal wieder dieses Sternsingen statt.
Görtschach – das Gebiet dieser „Kaleda“ ist das größte, umfasst die Ortschaften Schinzengraben, Wittenig und Görtschach und endet daher erst am Morgen des nächsten Tages.
Förolach – bis Presseggen wird hier normalerweise jedes Haus besucht, aber heuer wird dieser Brauch leider einmal ausgesetzt.
| ...gemeinsame Aufnahme von Latschach und Mellweg (Vorsänger: Bernhard Tscheliessnig) | ![]() |
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| ...Kaledalied Görtschach (Vorsänger: Dieter Jarnig) mit dem Quintett Oisternig | ![]() |
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